Wie man sieht, gibt es zu dem Thema Kindergärten eine Menge theoretischer Fakten die zu berücksichtigen wären. Jedoch verbleibt die schlussendliche Entscheidung über das Annehmen oder Ablehnen eines Kindergartens einzig allein bei den Eltern. Darum ist es wichtig sich nochmals alle Fakten vor Augen zu führen bevor man den Nachwuchs in fremde Hände gibt. Sicherlich ist dies keine einfache Aufgabe, weshalb man auch besonders strukturiert und überlegt an die Sache rangehen muss. Trotz allem hängt die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Kindergarten von der persönlichen Einstellung der Eltern ab. Die eigenen Interessen und Vorlieben haben einen großen Einfluss auf die Entscheidungsfindung.
Daneben wird die Auswahl der Kindergärten stark durch die jeweilige Situation beeinflusst. Da nicht jeder Kindergarten eine Volltagbetreuung anbietet, kommt für vollzeitbeschäftigte auch dementsprechend nicht jeder Kindergarten in Frage. Eine Halbzeitbetreuung ist vor allem dann sinnvoll, wenn nur einer der beiden Partner einer Beruflichen Tätigkeit nachgeht. Zwar wäre dies auch bei einer Teilzeitbeschäftigung angebracht, jedoch fühlen sich gerade junge Eltern mit dem dadurch entstehenden Zeitdruck überfordert. Kinder erfordern eine Menge Aufmerksamkeit und Zuwendung. Auch wenn sie im Kindergarten lernen sollen sich auch mal ohne direkten Kontakt zu den Eltern zu Recht zu finden, sollten sie in heimischer Umgebung die benötigte Aufmerksamkeit der Eltern erfahren.
Ein weiterer Faktor bei der Entscheidungsfindung, der mit dem zeitlichen Angebot verknüpft ist, ist der Standort des Kindergartens und dessen Entfernung zum Wohnort. Häufig erlebt man, dass Eltern einfach nach dem nächsten Kindergarten in der Umgebung suchen ohne sich jedoch mit seinen Zielen und Bildungsmethoden auseinander gesetzt zu haben. Sicherlich eine bequeme Lösung, jedoch keinesfalls die beste für das Kind. Besonders bei Interesse an einer der zahlreichen Sonderformen der Kindergärten sind Kompromisse in Punkto Zeit und Standort in Kauf zu nehmen. Schließlich wäre es zu viel verlangt, mitten in der Großstadt einen Waldkindergarten zu erwarten.
Allerdings sollten auch nicht zu große Einschnitte beim Standort und Entfernung des Kindergartens, zu Gunsten anderer Faktoren, gemacht werden. Schließlich bedeutet eine größere Distanz auch einen längeren Weg. Auch wenn dieser, mit dem Auto zurückgelegt werden kann, bedeutet dies dennoch eine Belastung sowohl für Kinder als auch die Eltern. Besonders in Großstädten kann sich eine relativ kurze Strecke, durch Verkehrsdichte und andere Begebenheiten, als sehr zeitaufwendig erweisen. Somit kann bei einer unangemessenen Distanz, der erhoffte Zeitvorteil sehr schnell in Luft auflösen. In solchen Situationen ermöglicht allerdings die Zusammenarbeit aller Familienmitglieder neue Möglichkeiten. Jedoch sollte man beachten, die ErzieherInen rechtzeitig mit allen Beteiligten vertraut zu machen, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass die KindergärtnerInen das Kind einer unbekannten Peson anvertrauen werden.
Trotz aller Fakten und Zahlen sollten Eltern auf den gesunden Menschenverstand und ihr Bauchgefühl hören. Besuchen Sie doch den Kindergarten erst ohne Ihr Kind. Fragen Sie doch mal an, ob Sie sich den Kindergartenalltag mal spontan für einige Stunden anschauen könnten. In der Regel werden Sie zwar in dieser Zeit zum Hauptaugenmerk der Kinder, können jedoch einen tiefen Einblick in den Umgang der ErzieherInen mit den Kindern gewinnen. Versäumen Sie es nicht sich auch die Räumlichkeiten näher anzuschauen. Sicherheitsbewusstsein und Hygiene sind leider mancherorts nicht selbstverständlich.