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Arten der Kindergärten

Bei der Suche nach einem geeigneten Kindergarten steht man vor keiner leichten Aufgabe. Eine ungeheure Fülle an verschiedenen Kindergärten steht einem zur Auswahl wobei man sich aber für eine einzige entscheiden muss. Wie bereits angemerkt, verlagert sich der Aufgabenbereich der Kindergärten von einfacher Kinderbetreuung immer mehr zu gezielter Frühförderung. Hierbei sei zu bemerken, dass im Gegensatz zu der Schweiz, die deutschen Kindergärten nicht als Teil des Schulwesens angesehen werden. Jedoch unterliegen sie, aufgrund ihrer sozialpädagogischen Ausrichtung dem staatlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag. Jedoch stellt es der Staat den einzelnen Einrichtungen frei, sich ihre Erziehungsmethoden selbst zu gestalten.

Kinder haben im Kindergarten die möglichkeit sich aktiv zu betätigen.Bei der Klassifizierung der Kindergärten, hat die Vorstellung von einem traditionellen Kindergarten mit geschlossenem System ausgedient, oder gehört zumindest zum Auslaufmodel. Man geht auch immer weiter dazu über die Kindergärten Altersgruppenübergreifend zu betreiben. Auch die Einteilung nach den einzelnen Zielgruppen wird immer weiter, zu Gunsten integrativer Methoden, zurückgestellt. Das ist auch eine der bekanntesten Sonderformen der Kindergärten. Integrative Kindergärten verfolgen das Ziel, durch gemeinsame Betreuung von behinderten und nichtbehinderten Kindern die gegenseitige Toleranz und Akzeptanz zu schulen und zu fördern. So sollen die Sozialen Bindungen in der Gesellschaft gefördert und gestärkt werden. Diese Kindergärten werden auch als sonder- und heilpädagogische Kindergärten bezeichnet, da sie auch darauf abzielen die Kinder gezielt zu fördern.

Kindergärten lehren die Kinder auch verschiedene RolensituationenDie Idee, die Kindergärten aus ihrer gewohnten Umgebung zu holen und ins Freie zu verlagern hat zwei besondere Kindergartenformen hervorgebracht, Waldkindergärten und Bauernhofkindergärten. Zwar konnte sich die Bauernhofvariante gegenüber dem Waldkindergarten nie wirklich durchsetzen, was aber zum Großteil daran liegt, dass es für diese Form der Kindergärten kein eigenes Trägersystem existiert. Diese Kindergärten befinden sich zumeist in naher Umgebung von Bauernhöfen oder sogar direkt auf dem Hofgelände, wo auch die meiste Zeit des Tages verbracht wird.

Bei den Waldkindergärten verbringen die Kinder nahezu die gesamte Zeit im Freien und an der Frischen Luft, was nicht zwangsläufig immer der Wald sein muss. Untersuchungen belegen, dass die Kinder aus Waldkindergärten keine Nachteile gegenüber Kindern aus klassischen Kindergärten haben. Im Gegenteil haben diese meist eine bessere sprachliche Entwicklung, ein stärkeres Immunsystem und deutlich besser ausgeprägte motorische Fähigkeiten. Nicht zu verwechseln ist diese Form mit dem Waldorfkindergarten.

Der Waldorfkindergarten ist dem klassischen Kindergartentyp wohl am ähnlichsten. Hier erfolgt die Bildung jedoch überwiegend durch Nachahmung. Dabei geht man davon aus, dass Kinder auch die sozialen Strukturen und die umgebende Atmosphäre nachahmen. Somit wird durch das Schaffen einer positiven Umwelt die Entwicklung der Kinder stark gefördert.

Daneben gibt es auch eine breite Palette an Fremdsprachigen Kindergärten. Diese sind nicht zwangsläufig an entsprechende Ausländische Familiengerichtet. Vielmehr stehen hier die multikulturelle Entwicklung sowie eine frühe Fremdsprachenförderung im Vordergrund. Es gibt noch eine große Zahl an anderen Kindergartenformen die aber zum Teil auch Unterkategorien der genannten Formen bilden.